Thurnhofer in Lienz

Thurnhofer werden gegen 1500 in Tirol erwähnt, wobei der Ort Thurn bei Lienz (Osttirol) als Ursprung angenommen werden kann. 

Aus den Überlieferung meiner Vorfahren und auch andere Thurnhofer kommen wir aus Tirol und damit kann nur Lienz in Osttirol gemeint sein, da es in Westtirol (Dorf Tirol bei Meran) keine Linie im Stammbaum der Thurn gibt, der eine differenzierte angelehnte Namensgebung hervorbringt.
Lienz wurde gegen 1500 mit Tirol vereinigt. Damit kann der früheste Beginn für den Lebensweg der Thurnhofer das Jahr 1500 angesehen werden. In Lienz finden sich keine Thurnhofer, dies kann zwei Gründe haben. Entweder hatten die Thurnhofer zu dieser Zeit nur einen Rufnamen oder sie sind mit dem Veit (Guido) von Thurn, Sohn des Anton von Thurn und Enkel des Matthias von Thurn nach Linz gezogen.
Der Einfluss der von Thurn (della Torre) auf Lienz begann jedoch schon früher:
(*17*)
VII. Phöbus der Aelt. della Torre auf Castelletto und Castroflambri,
Podesta zu Triest, + 1328
X mit Katharina v. Lueg a. d. H. Lienz,

(*41*)
XII. Johann gen. Phöbus der Jüng. della Torre,
später der Ält. auf Ripalta, Sivigliano u. Campo Martio kais.
Km., Rat u. Ges. zu Görz, + 1505,
X mit Dorothea v. Lueg, T. d. Nikolaus Burggfen zu Lienz
u. d. Dorothea Stainer u. Wwe des Nikolaus Rauber auf 8. Seoff am Karst,

(*14 *)
XIV. Franz Napus s. d. Wien 13.VI.1572, bestätigt s. d. Wien 15.II.1578
Reichsgraf v. Thurn u. Valsássina Frhr. zum Kreuz auf Weissenfels, Welisch,
Oberstein, Rubbia, Lipnitz, Deutschbrod, Petzkow, Wostitz u.  Porschitz, Erblandhofmeister in Krain u. d. Windischen Mark, s.d. Graz 9.XII.1552 Obersterblandmarschall in der gefürsteten Grafschaft Görz u.
seit 1.I.1568 Erbburggf zu Lienz, kais. Km. u. Rat,
Kapitän zu Görz, Orator zu Venedig, Ldeshptm. in Mähren,
erhielt 1561 das böhm. Inkolat, * 1508, +25.II.1586

(*14 *)
XV. Georg Rgf v. Thurn u. Valsássina
Frhr zum Kreuz auf Rubbis, Welisch, Lipnitz u. Deutschbrod,
Erblandhofmeister in Krein u. d. Windischen Mark, Erbburggf. zu Lienz, Erblandmarschall in der gefürsteten Grafschaft Görz
ehzgl. Geh. Rat, Landvogt der vorderösterr.
Lande u. Hptm. zu Görz u. Tolmein, erhielt s. d. Prag 6.VII.1582 das Palatinat, + 1591

(*150*)
XV. Hieronymus Wenzel Rgf v. Thurn u. Valsássina Frhr zum Kreuz auf Wostitz, Erblandhofmeister in Krain u. d. Windischen Mark, Erblandmarschall in Görz, Erbburggraf zu Lienz, Landrechtsbeisitzer in Mähren, +1613,

(*108*)
XI. Matthias v. Thurn, gfl. Görz Richter,
X I) mit Magdalena v. Lueg, T. d. Pankraz Burggfen zu Lienz
         u.d. Magdalena v. Thurn

Thurn bei Lienz

Thurn-LienzDas Wappen zeigt auf der linken Seite das Wappen der von Thurn und auf der rechten Seite, das der von Lueg.

Thurn liegt im Norden (Sonnenseite) des Lienzer Talbodens nördlich 2 km entfernt von der Bezirkshauptstadt Lienz auf 855 m ü. A.. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über den Südhang des Pließriegels, einem Ausläufer der Schobergruppe und umfasst 12,26 km², womit Thurn die drittkleinste Gemeinde des Bezirks Lienz ist.

1308 (siehe *17* oben) wird Thurn erstmals urkundlich erwähnt. Es besaß zwei Burgstellen: die ältere stand auf dem „Schlößlbichl“, einer Geländekuppe im Großbachtale, und dürfte ein Wehr- und Wohnturm gewesen sein. Die jüngere Anlage – Schloss Thurn – stand östlich der St. Nikolauskirche im Hofbereich Mußhauser, einem Herrensitz, über dessen Aussehen wir nichts wissen. Wahrscheinlich umschloss ein Fischteich, der aus dem Großbachtal das Wasser enthielt, halbkreisförmig die Burg. Der Teichwall ist zum Teil noch erhalten. Das Austragsgebäude des Mußhauserhofes steht auf alten Mauern, die von Schloss Thurn stammen könnten.

Das Herrschaftsgebiet der Thurn dehnte sich auf das Iselthal aus und war im Norden durch den Pass Thurn begrenzt.
[wikipedia: Thurn

 


Thurn Lienz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu diesem Zeitpunkt gab es schon Beziehungen zu Böhmen (heute Tschechien) und Mähren (heute Slowakei) mit Franz Napus von Thurn und Hieronymus Wenzel von Thurn.